Dysplastic nevus - Dysplastischer Nävushttps://de.wikipedia.org/wiki/Dysplastischer_Nävus
Dysplastischer Nävus (Dysplastic nevus) ist ein Nävus, dessen Aussehen sich von dem gewöhnlicher Nävi unterscheidet. Dysplastische Nävi werden oft größer als gewöhnliche Nävi und können unregelmäßige sowie undeutliche Ränder aufweisen. Dysplastische Nävi können überall gefunden werden; am häufigsten treten sie jedoch bei Männern am Rumpf und bei Frauen an der Rückseite des Unterschenkels auf.

Krebsrisiko
Wie bei kaukasischen Menschen in den Vereinigten Staaten beobachtet wird, besteht bei Personen mit dysplastischen Nävi ein lebenslanges Risiko, an einem Melanom zu erkranken, von mehr als 10 %. Bei Personen ohne dysplastischen Nävus liegt das Risiko, an einem Melanom zu erkranken, bei weniger als 1 %.

Vorsichtsmaßnahmen für Personen mit dysplastischen Nävi
Eine Selbstuntersuchung der Haut wird in der Regel zur Vorbeugung von Melanomen (durch Identifizierung atypischer Nävi, die entfernt werden können) sowie zur Früherkennung bestehender Tumoren empfohlen. Menschen mit einer persönlichen oder familiären Vorgeschichte von Hautkrebs oder mehreren atypischen Nävi sollten mindestens einmal im Jahr einen Dermatologen aufsuchen, um ein mögliches Melanom frühzeitig zu erkennen.

Die Abkürzung [ABCDE] hat sich als nützlich erwiesen, um Gesundheitsdienstleistern und Laien dabei zu helfen, sich an die wichtigsten Merkmale eines Melanoms zu erinnern. Unglücklicherweise können viele seborrhoische Keratosen, einige Lentigo senilis und sogar Warzen [ABCDE]-Merkmale aufweisen, die nicht von einem Melanom zu unterscheiden sind.

[ABCDE]
Asymmetrisch: Asymmetrische Hautläsion.
Rand: Der Rand der Läsion ist unregelmäßig.
Farbe: Melanome haben normalerweise mehrere unregelmäßige Farben.
Durchmesser: Nävi größer als 6 mm sind eher Melanome als kleinere Nävi.
Entwicklung: Die Entwicklung (d. h. Veränderung) eines Nävus oder einer Läsion kann darauf hinweisen, dass die Läsion bösartig wird.

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  • Dysplastic nevi ― Für Westler wird eine Biopsie empfohlen.
  • Eine asymmetrische Form mit einem verschwommenen Läsionsrand weist auf einen möglichen Dysplastischen Nävus (Dysplastic nevus) hin. Die Farbe und Größe liegen jedoch relativ im normalen Bereich. Zur Bestätigung ist eine Biopsie erforderlich.
  • Eine unregelmäßige Form entspricht dem Kriterium Asymmetrie der ABCD-Regel; die Beurteilung kann jedoch von Bewerter zu Beurteiler unterschiedlich ausfallen.
References Dysplastic Nevi 29489189 
NIH
Dysplastic nevus, auch als atypischer Nävus oder Clarks‑Nävus bekannt, hat in der Dermatologie und Dermatopathologie Debatten ausgelöst. Ärzte biopsieren diese Muttermale häufig, weil sie abnormal aussehen und Bedenken hinsichtlich eines Melanoms hervorrufen können.
A dysplastic nevus is also referred to as an atypical or Clarks nevus and has been the topic of much debate in the fields of dermatology and dermatopathology. It is an acquired mole demonstrating a unique clinical and histopathologic appearance that sets it apart from the common nevus. These moles appear atypical clinically, often with a fried-egg appearance, and are commonly biopsied by providers due to the concern for melanoma.
 Publication Trends and Hot Topics in Dysplastic Nevus Research: A 30-Year Bibliometric Analysis 37992349 
NIH
Dysplastic nevi, auch bekannt als atypische Nävi oder Clark‑Nävi, können manchmal zu einem Melanom führen. Etwa 36 % der Melanome befinden sich in der Nähe dysplastischer Nävi. Anzeichen dafür, dass sich ein dysplastischer Nävus in ein Melanom verwandeln kann, sind eine ungleichmäßige Form, stärkere Pigmentveränderungen oder eine gräuliche Farbe. Diese Krebserkrankungen treten meist im jüngeren Alter (etwa Mitte dreißig) auf, können mehrfach vorkommen und liegen häufig am Rumpf. Genetisch liegen Dysplastic nevi zwischen gutartigen Nävi und Melanomen. Allerdings entstehen nur 20 bis 30 % der Melanome aus bestehenden Nävi. Da sich die meisten Nävi nicht zu Melanomen entwickeln, ist es in der Regel nicht empfehlenswert, sie vorbeugend zu entfernen.
Dysplastic nevus, also called atypical or Clark nevus, can be precursor to melanoma, as the observation that 36% of melanomas have dysplastic nevi near the invasive tumor supports. Signs that a dysplastic nevus may have transitioned into a melanoma include asymmetry in contour, a noticeable increase in pigment variations, or a grayish tint indicating regression. These malignancies typically arise at a younger age (mid-thirties), are sometimes multiple, and are often found on the trunk. Molecularly, dysplastic nevi have a profile intermediate between benign nevi and malignant melanoma. While there is a recognized connection between dysplastic nevi and melanoma, it’s crucial to note that only about 20% to 30% of melanomas evolve from preexisting nevi. Given that the majority of dysplastic and typical nevi do not develop into melanoma, preventive removal of melanocytic nevi is not typically advised.
 Malignant Melanoma 29262210 
NIH
Ein Melanom ist ein Tumor, der entsteht, wenn Melanozyten – Zellen, die für die Hautfarbe verantwortlich sind – krebsartig werden. Melanozyten stammen aus der Neuralleiste. Das bedeutet, dass sich Melanome nicht nur auf der Haut, sondern auch in anderen Bereichen entwickeln können, in denen Zellen der Neuralleiste vorkommen, etwa im Magen‑Darm‑Trakt und im Gehirn. Die Überlebensrate für Patienten mit einem Melanom im Frühstadium (Stadium 0) liegt bei 97 %, während sie bei diagnostizierter Erkrankung im fortgeschrittenen Stadium (Stadium IV) auf etwa 10 % sinkt.
A melanoma is a tumor produced by the malignant transformation of melanocytes. Melanocytes are derived from the neural crest; consequently, melanomas, although they usually occur on the skin, can arise in other locations where neural crest cells migrate, such as the gastrointestinal tract and brain. The five-year relative survival rate for patients with stage 0 melanoma is 97%, compared with about 10% for those with stage IV disease.